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Interview mit Claudia Heller / Lokalredaktion Schwäbische Zeitung Biberach

Mailach: „Ich habe den Cappuccino vermisst“

Volker Mailach aus Aßmannshardt ist drei Wochen lang rund 3000 Kilometer mit dem Fahrrad quer durch Russland gefahren. Auf der Tour von Jekatarinburg im Ural bis nach Vilnius in Litauen begleitete er den Extremsportler Martin Krick auf dessen Friedenstour. Welche Eindrücke Mailach auf der Radtour vom Land gewonnen hat, und was er alles in der Zeit erlebt hat, darüber hat Claudia Heller mit ihm gesprochen.

SZ: Herr Mailach, Sie sind drei Wochen mit dem Rad quer durch Russland gefahren. Welche Eindrücke hat das Land dabei bei Ihnen hinterlassen?

Mailach: Es war absolut gigantisch und ich bin völlig beeindruckt. Das Land und die Menschen haben mich fasziniert. Bevor Martin Krick, Hartmut Bögel und ich losgefahren sind, wussten wir nicht, was uns da erwartet. Wir hätten nie gedacht, dass die Menschen in Russland so warmherzig sind und offene Seelen haben. Egal wo wir hinkamen, die Menschen haben uns immer unheimlich freundlich aufgenommen. Und auch die Landschaft hat mir sehr gut gefallen. Es gibt dort eine unheimliche Weite an unverbrauchter Natur.

SZ: Sie sind täglich rund 160 Kilometer gefahren. War das sehr anstrengend?

Mailach: Von der körperlichen Verfassung her bin ich jeden Tag stärker geworden. Allerdings gab es auf der gesamten Strecke sehr viele kaputte Straßen. Wenn man auf einer sogenannten Autobahn mit sehr vielen Schlaglöchern und starkem Lastwagenverkehr fährt, ist das schon enorm anstrengend. Einmal mussten wir bei starkem Regen sogar etwa 30 Kilometer auf einer Sandstraße fahren, da war tiefer Matsch. So was geht dann richtig an die Substanz. Außerdem war es auch ganz schön gefährlich mit den Lastwagen, wir mussten immer höllisch aufpassen, weil sie sehr eng an uns vorbeigefahren sind. Manchmal waren da nur wenige Zentimeter Abstand. Da haben wir dann schon das ein oder andere Mal geschaut, ob unsere Satteltaschen noch da sind.

SZ: Gab es denn auch Unfälle?

Mailach: Ich bin auf den letzten Kilometern der achten Etappe vom Fahrrad gestürzt und hab mir dabei eine Rippe gebrochen und ein paar Prellungen und Schürfwunden zugezogen. Das war aber nicht so schlimm, ich konnte trotzdem noch die letzten eineinhalbtausend Kilometer weiterfahren.

SZ: Wie ist es zu dem Sturz gekommen?

Mailach: Ich wollte am Ende der Etappe im Stehen sprinten, dabei ist mir die Kette abgesprungen.

SZ: Gab es weitere Defekte an den Fahrrädern?

Mailach: Ich musste mein Fahrrad zwei Mal reparieren. Einmal habe ich mir eine Speiche herausgefahren und am vorletzten Tag meiner Strecke hatte ich einen Plattfuß. Und Martin Krick hatte auch einmal zwei kaputte Speichen, die ich aber abends reparieren konnte.

SZ: Sie sind bei Ihrer Tour durch sehr viele kleine Dörfer gekommen. Wo haben Sie denn übernachtet?

Mailach: Wir hatten Zelte dabei, doch haben wir nicht ein einziges Mal gezeltet. Die Menschen dort sind äußerst gastfreundlich. Meistens haben wir privat übernachtet. Da war alles dabei, vom Bauernhaus bis zur Pfarrei. Manchmal sind wir auch in Clubräumen oder in Schulen untergekommen und ab und zu hat man uns ein Hotel organisiert.

SZ: Wie sind Sie an die privaten Übernachtungsmöglichkeiten gekommen?

Mailach: Nathalie Wenzel vom Unternehmen Russland Experten Consulting, aus Vöhringen hat exzellente Kenntnisse über Russland. Von Deutschland aus hat sie für uns sehr viel organisiert. Nicht nur die Übernachtungen und Dolmetscher, auch die vielen Empfänge bei den Etappenzielen, bei denen wir häufig von Empfangskomitees begrüßt wurden. Manchmal waren auch Presseleute oder sogar das Fernsehen mit dabei.

SZ: Das heißt, die Friedenstour ist in Russland bei den Leuten gut angekommen.

Mailach: Mehr als das. Wo wir hinkamen, waren die Leute sehr an der Aktion interessiert und haben Fragen gestellt. Einige haben sogar gespendet, damit haben wir überhaupt nicht gerechnet und es war auch nicht unsere Absicht. Für viele Leute von dort sind wir Helden, weil wir mit der Aktion Kindern ohne Eigennutz etwas Gutes tun.

SZ: Gab es denn bei so vielen positiven Eindrücken und Erlebnissen auch etwas, das Sie vermisst haben?

Mailach: Das einzige, was ich wirklich vermisst, habe ist der Cappuccino. Ich bin leidenschaftlicher Kaffeetrinker und Russland ist eher eine Teekultur.

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